Ashtanga Yoga

Ist dynamisch gestaltet. Wie ein Tanz werden die einzelnen Haltungen durch verbindende Bewegungen (Vinyasa) über eine spezielle Atemtechnik (Ujjayi) miteinander verknüpft. Die Haltungen ergänzen einander, führen zu Kraft, Ausdauer, Dehnbarkeit und Elastizität. Diese ausgewogene Bewegungsabfolge bewirkt nicht nur die Gesundung verletzter Körperbereiche und die Wiederherstellung ihrer normalen Funktion, sondern auch eine Entgiftung und Vitalisierung des ganzen Körpers.

Zu Beginn des Kurses vermittle ich wie die Knochen im Körper optimal ausgerichtet werden. Diese Wahrnehmungsschulung führt in die persönliche, ideale Haltung, in der die einzelnen Körperteile so nahe wie möglich an der zentralen Achse ausbalanciert sind. So wird Stabilität über Kräfteausgleich und nicht durch Fixierung der Struktur erzielt. Ungünstige Bewegungsmuster werden korrigiert und durch anatomisch sinnvolle ersetzt. Verbesserte Koordination ist die Folge.

Der nächste Schritt ist das Üben einer tiefen und achtsamen Atmung. Die Bewegungen werden mit dem Atem synchronisiert, was unsere Aufmerksamkeit ganz auf das Hier und Jetzt richtet. Die rastlose Aktivität des Geistes beruhigt sich und wir gewinnen Friedfertigkeit und gesteigerte Energie. Die aktive Ausatmung führt uns in die Ujjayi-Atmung, die die Lungenkapazität vergrößert und alle Atemhilfsmuskeln vermehrt kräftigt.
Der Luftstrom wird durch die Stimmlippen gebremst – ein sanftes Rauschen wird hörbar. Die Atemphasen verlängern sich und Wärme breitet sich im Körper aus. Das Gewebe wird elastisch und geschmeidig. Verhärtungen werden gelöst und die Stoffwechseltätigkeit unterstützt.

In der fortgeschrittenen Klasse mit zunehmender Übung der Ujjayi-Atmung integrieren wir die Bandhas (Verschlüsse) und Drishtis (Blickpunkte) in den Bewegungsfluß, um Energie im Körper zu bündeln bzw. das Aufwärtsfließen von Energie aus dem Unterleib zu fördern. Ein Bandha bezeichnet eine Muskelkontraktion, die wie eine Sperre wirkt und benützt wird, um die Konzentration auszurichten, Wärme zu erzeugen und schließlich um den Fluss des Prana (Lebensenergie) zu lenken.